Konosuba Tabletop RPG Erfahrungen und Lehren aus Session 2

Ich hatte am Wochenende wieder Zeit für die nächste Session des Konosuba Tabletop RPG. Diesmal mit von der Partie meine drei Kollegen aus dem Light Novel Dungeon.

Das Cover des Konosuba TRPG. Man sieht darauf die Helden des Anime Konosuba

Irgendwie bin ich gerade richtig knee-deep in einem Rabbit-Hole was TRPGs angeht. (Dave ich weiß du wirst den Satz hier lieben xD). Wenn ich also gerade nicht dabei bin mal endlich ein bisschen mit der deutschen Veröffentlichung von Goblin Slayer aufzuholen, ich bin gerade an Band 8 der Serie dran, dann beschäftige ich mich Tabletop, wenn auch einem etwas spezielleren.

Falls noch nicht geschehen lest euch gerne meine Eindrücke aus der ersten Session mit dem Regelwerk durch. Dieses haben sich meine drei geschätzten Kollegen vom für eine Session versammelt, weil wir alle irgendwie neugierig waren.

Diesmal hatte ich auch dank der echt tollen Community rund um das Spiel eine bessere Quest für meine neuen Abenteurer um sie in die Welt von Konosuba einzuführen und was ebendiese ausmacht. Die Quest wurde vom Discord-User Patty Cakes geschrieben. Es handelt sich dabei um einen Rewrite der Quest, die man auch im Replay am Anfang des Regelwerkes des Konosuba TRPG finden kann. Patty Cakes hat also den ein oder anderen Kniff eingebaut um das ganze etwas lustiger und spannender zu gestalten. Danke für diesen tollen Abend Patty Cakes! Auch wenn ich mir nicht sicher bin ob du das hier je lesen (oder verstehen) wirst.

Ein Replay ist im Übrigen eine schriftliche Aufzeichnung einer Session. Sozusagen eine Nacherzählung der Session um es etwas einzudeutschen.

Die Quest beginnt wie vieles in Konosuba ziemlich einfach, aber wird immer merkwürdiger und komischer je weiter man voranschreitet. So ist sie nun die Welt von Konosuba. Ein einziger großer Witz und Parodie auf das Isekai-Genre. Aber ich will mal nicht zu viele Worte über die Quest verlieren, ich will schließlich nicht die Geschichte für die One-Shots vorneweg nehmen ;) Es soll ja hier auch mehr um meine Erfahrungen und Lehren aus der Session gehen.

Diese Session war auch meine erste die ich quasi “Remote” durchgeführt habe, also nicht an einem echten Tisch, sondern in einem virtuellen Treffen. Uns alle vier an einen Tisch zu bekommen gestaltet sich doch eher schwierig aus verschiedensten Gründen. Was nicht heißt, dass ich mich nicht mal über eine RL-Session irgendwann freuen würde :D

Naja vielleicht mal etwas zum “Setup”. Ich habe das ganze für diesen One-Shot sehr einfach gehalten. Kein aufwändiges VTT, sondern ganz einfach: Ein Audio-Chat, ein Dice-Bot und ein paar digitale Sample-Character-Sheets.

Die Session hatte anfangs etwas Startschwierigkeiten, die von Yen Press veröffentlichte Epub hat sich als richtiges Problemkind zum Teilen als Datei herausgestellt. Etwas was ich mir zwar schon gedacht habe aber sich durch die Session nochmal bestätigt hat. Eine Epub ist einfach ein schlechtes Format für ein solches Regelwerk. Aber ich werde mich in einem schön ausführlichen Artikel mal noch dieses Problem vorknöpfen. Bevor ich das mache will ich aber erstmal ein paar Sessions unter meinen Hut bringen und die Meinung von ein paar weiteren Spielern einholen.

Aber mal zurück zum Setup. Anfangs sollte die Audio-Konferenz einfach via disord stattfinden, der dicebot ist schließlich auch dort untergebracht gewesen. Aber discord hat ein Problem, dass mir schon öfter aufgefallen ist. Die Rauschunterdrückung ist ein nettes Feature des Dienstes, aber auf der automatischen Einstellung neigt discord dazu Dinge zu “schlucken”. Leute kommen also gerne mal abgehackt rüber. Im Nachhinein hätte man das Problem sicher mit ein paar Einstellungen lösen können.

Kurzerhand haben wir aber einfach auf Senfcall gewechselt (Grüße an all die tollen Menschen des Computerwerk Darmstadt e.V., die den tollen Service betreiben!). Senfcall hat auch ein tolles Feature, dass man etwas zweckentfremden kann. Man kann dort eine Präsentation zeigen oder was zeichnen auf einem Whiteboard. Das Whiteboard kann man auch als virtuelles Schlachtfeld missbrauchen. Gerade in einem TRPG wie Konosuba, wo Entfernung zu den Gegnern gerne mal in einem relativen Maß angegeben werden kann statt festen Kästchen.

Für die Zukunft habe ich überlegt, das Ganze mehr in meine eigenen Hände zu nehmen, da ich ja begeisterter Self-hoster bin. Da muss ich aber nochmal genauer darüber nachdenken, was ich da genau einsetzen möchte. Vielleicht kommt ja dann doch irgendwann mal ein einfaches VTT ins Haus.

Mehr zu meinen Erfahrungen aus der gestrigen Session.

Soweit ich das beurteilen kann macht eine gute Geschichte und besseres Balancing das ganze gleich wesentlich besser. Patty Cakes hat sich beim Schreiben der Quest viel Mühe gemacht alles ein wenig fairer und einfacher zu gestalten, sodass mehr Würfe tatsächlich ein Erfolg sind.

Auch habe ich als GM ein bisschen was aus der Bambussprossen-Quest gelernt, auch das man manchmal On-the-Fly hier und da mal ein bisschen was anpassen muss als und GM vielleicht auch mal einen Gegner nicht sofort sein ganzes Arsenal an Skills raushauen sollte. (Wobei ich bei den Goblins der Bambus-Quest auch etwas soft unterwegs war) Man will den Erstlingen in einem Regelwerken nicht gleich alles um die Ohren hauen. Wobei ich kurz ein bisschen die Sorge hatte, ich könnte es etwas zu einfach gemacht haben, aber ich wollte jetzt auch nicht auch unbedingt in der ersten Session gleich jemanden sterben lassen. Das wäre vielleicht etwas demotivierend.

Der Boss war ja an sich schon relativ schwer, weil der eher für 5 Spieler gedacht war, daher war die Schwierigkeit etwas softer auszugestalten. Ich hatte ja nur 3 Spieler an Board, dazu noch First-Timer. Patty Cakes hat auch noch ein Vereinfachungen in die Quest geschrieben für genau so einen Fall. Klasse Job!

Am Ende ist das Wichtigste doch dass alle Spaß hatten an der Quest und das wird wohl der Fall gewesen sein.

Ich konnte auch die Tücken einer virtuellen und vielleicht etwas zu langen Runde kennenlernen dürfen. Man wächst schließlich an seinen Erfahrungen nicht wahr? Vor allem habe ich gelernt, dass man eine Session nicht zu lang werden lassen sollte. Wobei ein Teil der Länge sicher zum einen den technischen Umstellungen, dem Besorgen einer gescheiten PDF und ein bisschen (schönem) Gequatsche geschuldet war.

Ich kann mir auch vorstellen, dass meine etwas längeren Erklärungen nicht gerade hilfreich waren. Ich werd versuchen einen Ratschlag zu beherzigen, den ich erhalten und mehr der Erklärungen in die Session selbst zu verlegen. Wobei ich zumindest das Kampfsystem erst dann angeschnitten habe wann es relevant wurde. Aber die Erklärungen zum Charakter-Sheet muss ich demnächst kürzen. Aber wegelassen werde ich diese wohl nicht. Einfach damit man mal einen groben Überblick über dessen Aufbau erhalten kann.

Versteht mich nicht falsch ich habe die Zeit mit den werten Kollegen und Freunden sehr genossen. Wir haben uns um 13 Uhr getroffen bis es dann aber mit der Geschichte losging war es aber schon 15 Uhr. Die Session ging dann eine Weile gut durch es hat geflutscht und auch Spaß gemacht. Der Landwirt und seine Kuh Barbara waren schon klasse :D. Wir haben dann kurz eine Pause gemacht damit jeder einen Happen essen kann. Danach ging es um 18 Uhr weiter.

Etwas später etwa im Kampf der Climax-Phase (dem Höhepunkt sozusagen), habe ich dann doch gemerkt, dass die Konzentration von mir und den werten Mitspielern schwindet. Man wollte es nur noch fertig und war schnell abgelenkt. Zu dem Zeitpunkt war es aber auch schon 19 Uhr. Die Session ging also zu dem Zeitpunkt schon gute 6 Stunden, wovon 4 mit der Geschichte verbracht wurden. Wir beendeten die Session dann mit einer abgeschlossenen Quest, aber ohne große Feier des Erfolges um ca. 19:20 Uhr.

Das ganze war für mich ein bisschen ein Zeichen, dass das Ganze einfach zu lang war. 6,5 Stunden insgesamt sind einfach zu lang denke ich. Die Kampagnenlänge war mit 4,5 Stunden auch etwas lang vielleicht, wobei es für mein Empfinden an sich okay war von der Länge. Vielleicht cutte ich dann ein paar der Checks die für mehr Interaktion in die Quest gebastelt hab wieder raus. Muss ich dann mal sehen.

Ansonsten war es das hier fast mit dem Post. Ich werde in den nächsten Wochen wohl noch ein wenig dem Rabbit-Hole des Konosuba TRPG und den TRPG Light Novels folgen. Auch ein paar One-Shots werde ich euch anbieten. Mehr folgt später dazu.

An dieser Stelle will ich noch ein herzliches Dankeschön an die TRPG-Community loswerden. Ich wurde sehr herzlich empfangen und man hat mir bisher sehr gute Tipps und Hilfen an die Hand gegeben. Ein schönes Gefühl. Auch in der Community rund um dieses TRPG gibt es eine tolle Zusammenarbeit sich das TRPG ein bisschen zusammen zu puzzeln, auch wenn all dies nur aus einem merkwürdigen Release seitens Yen Press entstand. Ich freue mich ein bisschen Zeit in der Community zu verbringen, in die mich eine Light Novel und mein Interesse reingezogen haben.

Bis zum nächsten Post, wo ich wahrscheinlich ein bisschen was aus meiner ersten offenen Session berichten möchte.